Die Co-Vergärung nutzt Synergien. Sie baut einerseits auf der bestehenden Infrastruktur wie Faulung, Gasspeicherung und Gasverwertung auf und nutzt andererseits die Ressourcen der gut ausgebildeten Gärwärter. Die Co-Vergärung kann ohne grosse bauliche Änderungen realisiert werden. Die vorhandene Faulung muss freie Kapazitäten bei der hydraulischen und organischen Belastung aufweisen. Ebenfalls sollte eine Platz- und Raumreserve für die Annahme und die allenfalls nötige Abfallaufbereitung vorhanden sein.
Um die Entsorgungskosten möglichst tief zu halten, muss die jährliche Menge an verwerteten organischen Abfällen möglichst hoch sein (mind. 1000 bis 1500 Tonnen). Damit liegen die Verwertungskosten dieser Abfälle (inkl. Sammlung und Transport) deutlich unter denjenigen für die Verbrennung in Kehrichtverbrennungsanlagen.
Mit der Co-Vergärung wird der energetische Selbstversorgungsgrad der ARA zusätzlich erhöht, meist aber nicht vollständig gedeckt. Der erzeugte Ökostrom kann vermarktet werden.
Weiterführende Informationen finden sich beim
Bundesamt für Energie.