Biogasanlage Schwellbrunn
1.1MW-Blockheizkraftwerk der Anlage
Schwellbrunn (Quelle J.L. Hersener)
Seit Mitte 2006 erzeugt die Biogasanlage der Jakob Bösch AG, Schwellbrunn Strom aus Abfällen der Lebensmittelindustrie sowie Gülle und Mist des eigenen Schweinemastbetriebes. Nach abgeschlossener Versuchsphase soll sie stündlich 1'000 Kilowatt Strom erzeugen. Das entspricht dem Energiebedarf von bis zu 2'500 Haushalten. Die entstehende Wärme wird zum Heizen und für die Hygienisierung der verwendeten Lebensmittelabfälle verwendet. 

In der Nachbehandlung wir die Biomasse mit Hilfe einer nachgeschalteten Ultrafiltration abgetrennt, aufkonzentriert und in den Reaktor zurückgeführt. Dadurch kann eine grössere Biogasausbeute erreicht werden und der Ablauf aus dem Reaktor ist weniger hoch belastet.

Die Jakob Bösch AG ist aus dem Schweinemast- und Zuchtbetrieb entstanden. 1995 kam die Wiederverwertung und von Lebensmittelabfällen zur Futterproduktion als zweiter Geschäftszweig hinzu. Strengere Vorschriften beim Verfüttern von Lebensmittelabfällen und ein steigendes Angebot durch Grossverteiler in der Umgebung legten die Weichen für den dritten Geschäftszweig: Die Stromproduktion aus Biomasse.

Anlagedaten
Anlieferung organischer Reststoffe: 18'250 t/ Jahr
Zusätzlich ab Schweinmastbetrieb: 7'850 t/ Jahr
Verfahren: Nassvermentation System AAT
Prozess: anaerob mesophil bei 38° C während 40 bis 50 Tagen
Blockheizkraftwerk mit Gasmotor: 1'065 kWel
Wirkungsgrad: 40,8%
Gesamtnutzungsgrad: 83,2%

Bericht: Grösste private Biogasanlage mit Blockheizkraftwerk