Dünger
Nährstoffreiche Düngererde schliesst
den stofflichen Kreislauf
Mit der Energieproduktion aus Biomasse wird nicht nur Energie gewonnen, sondern auch eingespart, weil aufwendig hergestellter Kunstdünger ersetzt werden kann und Stoffkreisläufe sinnvoll geschlossen werden.

Bei der Feststoffvergärung (Kompogas) wird das Gärgut bei 55 bis 60 Grad Celsius vergärt. Nach 15 bis 20 Tagen ist es hygiensiert, d.h. frei von Unkrautsamen oder Krankheitserregern.

Nach einigen Tagen Nachrottung entsteht eine hochwertige Düngererde. Diese wurde vom FIBL für den Einsatz im biologischen Landbau zertifiziert.

Die Entwässerung des Gärguts liefert neben der Düngererde auch flüssigen Naturdünger, der direkt auf die Felder ausgebracht werden kann.

Bei der Vergärung in landwirtschaftlichen Biogasanlagen bleiben Gülle und Co-Substrate 30 bis 150 Tage im Fermenter. Kritische Ausgangsmaterialien werden im Vorfeld hygienisiert. Die lange Verweildauer führt zu einer sehr guten Ausgasung und einer starken Geruchsreduktion. Moderne Biogasanlagen haben heute vielfach eine Feststoffseparation. Das Gärsubstrat wird vom Nachgärbehälter über eine Feststoffabtrennung geführt. Die abgetrennten Feststoffe sind reich an organischer Substanz und sind ideal für die Herstellung von organischem Dünger. Die Dünngülle fliesst ins Güllelager und wird nachher als schnell wirksamer und pflanzenverträglicher Nährstofflieferant eingesetzt. In Spezialfällen kann die Düngegülle über technische Verfahren wie Ultrafiltration und Umkehrosmose noch weiter aufbereitet werden. Die Nährstoffe können auf diese Weise fast vollständig abgetrennt werden. Gerade in Regionen mit dichten Tierbeständen kann so das Düngemanagement optimiert werden.