Die Kantone gehören zu den wichtigsten Partnern im Programm EnergieSchweiz. Sie verfügen über eigene Energiefachstellen, meist auch über
regionale Energieberatungsstellen sowie
Förderprogramme. Sie tragen eine wichtige Verantwortung gegenüber der Zielerreichung von EnergieSchweiz.
In den letzten Jahren haben die Kantone Energiegesetze eingeführt und entwickeln diese kontinuierlich weiter. Beinahe alle Kantone verfügen zudem über ein Förderprogramm für erneuerbare Energie und zur Steigerung der Energieeffizienz. Bei den meisten kantonalen Energiefachstellen besteht ein konkretes Interesse, im Rahmen der Energiepolitik erneuerbare Energien wie Biogas zu unterstützen.
Beispiele für kantonale Energiestrategien- Der Kanton Bern will Biogas als Treibstoff fördern. Die regionale Nutzung von Gülle, Mist, landwirtschaftlichen Abfällen und Grüngutsammlungen steht im Vordergrund. Er will Rahmenbedingungen schaffen, um das Potenzial von Wärme aus Biomasse vermehrt zu nutzen. Nicht forcieren will der Kanton Bern die Nutzung landwirtschaftlicher Flächen zur Produktion von Treibstoff (vgl. Teilstrategie Biomasse 2006 Bern).
- Der Luzerner Regierungsrat setzt im Energiekonzept 2007 bis 2015 auf Biogas.
- Der Kanton Zürich hat eine Energievision 2050 entwickelt, die auf der 2’000 Watt Gesellschaft basiert. In einer Potenzialabschätzung geht der Kanton Zürich davon aus, dass 30% des heutigen Bedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden können. Ein bedeutender Anteil entfällt dabei auf die Biomasse, die durch Verbrennung, Vergärung und Vergasung zur Produktion von Strom, Wärme und Treibstoff genutzt werden kann.
- Der Kanton St. Gallen orientiert sich mit seinem Energiekonzept an der 2'000 Watt-Gesellschaft und an den Zielen von EnergieSchweiz. Der Kanton kann Biogasanlagen mit Einspeisung ins Erdgasnetz mit finanziellen Beiträgen zur Nährstoffseparierung und Gasaufbereitung unterstützen.