Mikrobiologische Hygiene in Biogasanlagen
Immer wieder wird behauptet, Biogasanlagen könnten Brutstätten für gefährliche Bakterien oder Viren sein. Doch Studien widersprechen dem. Experten an diversen Forschungseinrichtungen in Europa sind in letzter Zeit dieser Frage nachgegangen. Doch sämtliche Untersuchungen haben gezeigt, dass im Verlaufe des Gärungsprozesses fast alle Erreger zu über 99 Prozent reduziert werden. Dies gilt laut den Veröffentlichungen zum Beispiel für Salmonellen, sämtliche untersuchte E.-coli-Varianten inklusive Ehec, Influenzaviren und auch für viele Pflanzenschädlinge.
Um die mikrobiologische Sicherheit weiter zu erhöhen, müssen in Deutschland, in der Schweiz und laut Verordnung in allen EU-Ländern viele Abfälle laut den jeweiligen Abfallverordnungen vor dem Einsatz in einer Biogasanlage einem vorgeschalteten Hygienisierungsschritt unterzogen werden. Ganzer Artikel downloaden.
Quelle NZZ, 16. November 2011
Bioabfall-Vergärungsanlage für Zürich von Axpo Kompogas AG
Ab 2013 liefert Bioabfall und Grüngut aus Küche und Garten erneuerbare Energie in der Stadt Zürich. Die neue Anlage Werdhölzli, eine der grössten in der Schweiz, wird rund 25 000 Tonnen Bioabfälle pro Jahr verwerten und daraus Biogas gewinnen. Sie besteht aus einer Vergärungsanlage und einer Biogasaufbereitungsanlage. Die Vergärungsanlage wird von Axpo Kompogas AG gebaut.
Die Sammlung von Grüngut soll in der Stadt Zürich ab 2013 auch auf biogene Küchenabfälle ausgedehnt werden. Für die Verwertung wird das offene Kompostierwerk Werdhölzli durch ein geschlossenes Vergär- und Kompostierwerk ersetzt. Das dort gewonnene Rohgas wird zu Biogas aufbereitet und in das Erdgasnetz der Stadt Zürich eingespeist.
Weitere Informationen finden Sie hier.
6. Internationale Bioenergie Fachmesse
In Spanien findet die 6. Internationale Bioenergie Fachmesse statt, wo unter anderem ein Matchmaking stattfindet. Die Aussenstelle, der Swiss Business Hub (SBH) Spain ist Teil der Schweizer Botschaft und bietet interessierten Firmen eine Teilnahme an diesem Matchmaking an, indem der SBH die Schweizer Firma vertritt und Abklärungen für sie macht, wie:
- Technologische Zusammenarbeit
- Repräsentation des Schweizer Unternehmens auf dem spanischen Markt
- Investitionen
Anmeldeschluss: 18. September 2011
Anmeldung: Beat Kuster, Consultant Southern Europe,
Kosten: 350CHF
Weitere Infos: finden Sie hier.
EHEC Bakterien und möglicher Zusammenhang mit Biogasanlagen
Berlin. Der Biogasrat e.V. verfolgt die Ausbreitung von Infektionen mit dem EHEC-Erreger mit großer Anteilnahme und Sorge. Deswegen hat er seit Wochen sorgfältig und vorbehaltslos überprüft, ob sich durch den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen oder Gülle in Biogasanlagen die Gefahrenlage verschlechtert oder ob Biogasanlagen sogar verantwortlich für die Verbreitung des Erregers sein können.
Das Ergebnis ist eindeutig: Der Erreger ensteht nicht - auch nicht durch Kreuzung - in Biogasanlagen.
Vollständige Medienmitteilung lesen Sie hier.
Zubau von Biogasanlagen ist 2010 weiter gestiegen
In den vergangenen Jahren hat die Biogaserzeugung und -nutzung in Deutschland deutlich an Bedeutung gewonnen. Nach Erhebungen des Deutschen BiomasseForschungsZentrum (DBFZ) waren Ende 2010 rund 5‘900 Biogasanlagen mit einer installierten elektrischen Anlagenleistung von etwa 2‘300 MWel in Betrieb.
Weiterhin werden in Biogasanlagen vor allem tierische Exkremente und nachwachsende Rohstoffe eingesetzt. Die Ergebnisse der aktuellen Betreiberumfrage des DBFZ zeigen, dass im Jahr 2010 rund 80 Prozent der Energiebereitstellung in Biogasanlagen auf den Einsatz nachwachsender Rohstoffe zurückzuführen ist.
Zudem wurden verbesserte wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität zur Einspeisung in das Erdgasnetz geschaffen. Seit Ende 2010 sind in Deutschland 48 Biogasaufbereitungs- und -einspeiseanlagen mit einer installierten Gasleistung von rund 340 MW in Betrieb, was rund 0,4 Prozent des deutschen Erdgasverbrauchs des Jahres 2009 entspricht.
Quelle: Euwid 08/2011
Erste Kompogas-Anlage mit anerkannter CO2-Einsparung
Die Kompogas AG hat in Wauwil (LU) die erste Vergärungsanlage der Schweiz gebaut, die anerkanntermassen CO2 einspart. Die Anlage hat Mitte Mai 2011 ihren Betrieb aufgenommen und speist ab sofort Strom aus der erneuerbaren Energiequelle Biomasse ins Netz der Centralschweizerischen Kraftwerke AG (CKW) ein. Die Anlage verwertet jährlich rund 16 000 Tonnen organische Abfälle und produziert daraus neben Ökostrom auch Wärme und Naturdünger.
Einer der wichtigen Lieferanten organischer Abfälle ist die benachbarte Firma Wauwiler Champignons AG, sie ist einer der grössten Champignonsproduktionsbetriebe in der Schweiz. Dazu kommen Bioabfälle aus den Gemeinden der ganzen Region Sursee im Luzerner Mittelland.
Am Wochenende vom 27. bis 29. Mai 2011 wurde die neue Kompogas-Anlage im Rahmen der Gewerbeausstellung in Wauwil feierlich eröffnet.
Tagung – Biomasseforschung in der Schweiz
Die Veranstaltung wird vom Bundesamt für Energie organisiert. Ziel der Tagung ist der Informationsaustausch zu ausgewählten Themenschwerpunkten der Biomasseforschung, um die Forschung in der Schweiz zu stärken und die einzelnen Akteure noch besser miteinander zu vernetzen. Es sollen Einblicke in die akademische und private Forschung gegeben werden. Einblicke und Ausrichtung der internationalen Forschung werden am Beispiel eines Implementing Agreements der internationalen Energieagentur (IEA) gegeben.
Datum / Ort
03. November 2011,
09:00 bis 16:00 Uhr, Aula ASTRA‐Gebäude, 3063 Ittigen
Anmeldung:
Um Anmeldung per E‐mail wird gebeten bis 01. Oktober 2011
Kontaktadresse und Anmeldung:
Bundesamt für Energie
Therese Rochat, Sektion Kommunikation
3003 Bern
E‐Mail therese.rochat@bfe.admin.ch, Tel. 031 – 323 2244
Programm und weitere Informationen
Biogas-Shop
Neu können bei Erdgas Zürich alle, die Erdgas zum Heizen, Kochen oder Fahren nutzen, auch Biogas bestellen. Neben bestehenden Kunden von Erdgas Zürich erhalten auch Mieter, Stockwerkeigentümer, Kunden anderer Erdgas-Versorger sowie Kunden, die mit Erdgas fahren, die Gelegenheit, vom ökologischen Mehrwert zu profitieren. Der gewünschte Anteil an Biogas wird im Online-Shop ausgewählt und dessen ökologischer Mehrwert separat in Rechnung gestellt.
Zum Online-Shop: www.erdgaszuerich.ch/online-shop
Biomasse Schweiz – die Trägerschaft für Energie aus Biomasse
(PM) Das Biogas Forum und BiomassEnergie fusionieren und heissen neu «Biomasse Schweiz». Die neue Bezeichnung steht für die Erweiterung der Tätigkeit und der Trägerschaft. Neu sind die Energieversorger aus der Gas- und Stromwirtschaft im Vorstand vertreten. An der Generalversammlung (GV) des BiogasForum vom 10. März 2011 in Posieux, FR, ist Nationalrat Dominique de Buman als neuer Präsident gewählt worden.
Als Zeichen einer Neustrukturierung und Erweiterung der Tätigkeiten hat das vormalige Biogas Forum sich in «Biomasse Schweiz» umbenannt. Der Verein steht offen für alle Energieproduzenten aus Biomasse und neu ebenso für die Energieversorger, die im neugewählten Vorstand vertreten sind. Mit grossem Applaus ist Nationalrat Dominique de Buman an der GV zum Präsident des Vereins «Biomasse Schweiz» gewählt worden. Die Aktivitäten der Informationsstellen BiomassEnergie werden künftig im Rahmen dieses neuen Vereins abgewickelt.
Mehr Informationen
Biogasanlage in Hünenberg setzt auf Gülleleitungen
Die BiEAG Biomasse Energie AG hat ein Biomasse-Heizkraftwerk realisiert mit dem Ziel, auf ökologisch und wirtschaftlich konkurrenzfähige Art mit Ressourcen aus der Region Elektrizität und Wärme zu erzeugen und zu verkaufen. Dazu wird Biomasse wie landwirtschaftliche Nebenprodukte und Holz aus den umliegenden Wäldern verwendet.
Die Zufuhr und der Rücktransport der Gülle zum und vom Biomasse-Heizkraftwerk Fildern erfolgen grundsätzlich über ein Gülleleitungsnetz. Dadurch werden der CO2 Ausstoss sowie unangenehme Geruchsemissionen massiv gesenkt. Das erstellte Leitungsnetz ist weiter ausbaubar. Die gewonnene Wärmeenergie wird in Form von Warmwasser den Siedlungen von Hünenberg zugeführt und kann bei weiterem Interesse an Wärme durch eine Holzschnitzelheizung erweitert werden. Ein zukunftsweisendes Projekt, welches die Umwelt schützt und sich wirtschaftlich auszahlt.
Quelle: Zuger Woche, 9.2.2011