Artikel von
August 2010
Er leert die Kübel – und wäscht sie ab
Der "Roelli Iride Combi" das neue Fahrzeug der Carrosserie Rölli AG in Stans, ist darauf spezialisiert Küchenabfälle zu entsorgen. Die Nahrungsmittelabfälle werden eingesammelt und zu einer Kompostier- und Vergärungsanlage in Baar gebracht. Nach der Entleerung werden die Container gereinigt und desinfiziert.
Ab 2011 gilt in der Schweiz das neue Gesetz, wonach Küchenabfälle nicht mehr an Nutztiere verfüttert werden dürfen. Verlangt wird eine umweltgerechte und seuchenhygienische Verwertung der Bioabfälle. Dazu gehört nebst der fachgerechten Entsorgung auch, dass die Kübel nach jeder Leerung gewaschen und desinfiziert werden. Genau hier liegt das Herzstück des neuen Wagens, der in der Mitte eine automatisch funktionierende, hermetisch abgeriegelten Reinigunskammer aufweist.
Quelle: Neue Nidwaldner Zeitung, 16. August 2010
Kilometer Millionär
Mit Gas aus Garten- und Küchenabfällen im Tank, hat Otto Egg mit dem Truck der Axpo Kompogas AG die Erde im übertragenen Sinn 25mal umrundet. Zwischen 450 und 500 Kilometer weit fährt der Laster mit einer Tankfüllung von insgesamt 1320 Litern. 1995 hatte Kompogas-Gründer Walter Schmid den Peterbilt Truck aus den USA importiert und mit einem 440 PS-Gasmotor ausgerüstet. Eine starke Motorenleistung für einen Gaslastwagen von damals. Inzwischen fahren viele Kehrrichtwagen mit Gas, auch Migros, Coop und McDonald's setzen gasbetriebene Lastwagen ein.
Quelle: Neues Bülacher Tagblattk, 03. August 2010
Abfall-Biogasanlage in England
Die Weltec BioPower GmbH aus Vechta, Niedersachsen, wird für das englische Unternehmen "Fernbrook Bio" noch im Jahr 2010 eine 1-Megawatt Biogasanlage fertig stellen. Die Anlage, die zur Rothwell Lodge Farm in den East-Midlands gehört, soll 30'000 Tonnen Bioabfälle und die Gülle der zur Farm gehörenden Rinderherde verstromen und damit rund 2'000 Haushalte mit Strom und Wärme versorgen.
Nach Angaben von Weltec verfügt Grossbritannien nach Deutschland über das zweithöchste Biogaspotenzial in Europa. Während in Deutschland das Potenzial zu über 70 Prozent aus landwirtschaftlichen Quellen stammt, entstehen auf der Insel knapp 90 Prozent des Rohstoffs auf Deponien.
Quelle: Euwid, 16. Juni 2010