Der Gastreibstoff in der Schweiz besteht heute zu fast 20% aus Biomethan, der Rest ist Erdgas. Biomethan ist die Bezeichnung von aufbereitetem Biogas aus gewerblich-industriellen oder landwirtschaftlichen Biogasanlagen, welches als Treibstoff eingesetzt wir. Rund 100 Erdgastankstellen gewährleisten schweizweit ein Grundversorgungsnetz. Ein Kilogramm Biomethan ersetzt ca. 1.5 Liter Benzin oder 1.3 Liter Diesel.
Die Aufbereitung des in einer Biogasanlage produzierten Gases kann durch drei Verfahren ausgeführt werden:
- Druckwasserwäsche, Aminwäsche
- Trockenreinigung (PSA)
- Membran-Verfahren
In allen drei Prozessen wird das Rohgas, das zu etwa 60% aus Methan besteht, bis zu einem Methangehalt von mehr als 96% aufbereitet. Die enthaltenen Stoffwechselprodukte aus dem anaeroben Umbauprozess (CO2, H2S, H2O) und der anfallende Staub werden entfernt.
Die Einspeisung von Biogas ist wirtschaftlich und technisch nur unter bestimmten Voraussetzungen geeignet. Grundsätzlich sind die Grösse der Anlage (je grösser je besser) und die Nähe zu einer Gasleitung entscheidend. Im Leitfaden
Gaseinspeisung wird das Thema ausführlich behandelt.